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5 gute Gründe, mehr Wintergemüse zu essen

Im Sommer fällt es uns anscheinend besonders leicht, gesund zu essen. Frische Erdbeeren, saftige Melonen, knackige Salate, aromatische Gurken und Tomaten sorgen für einen abwechslungsreichen Speiseplan. Im Winter sieht es dagegen trübe aus. Oder doch nicht? Wir sind uns sicher: Wintergemüse ist besser als sein Ruf. Es ist gesund, lecker, ökologisch sinnvoll und alles andere als langweilig. Wir zeigen Ihnen 5 gute Gründe, warum Wintergemüse jetzt auf jeden Tisch gehört.

Wintergemüse sind saisonal und (oft) regional

Zum Wintergemüse zählen die im späten Herbst oder Winter geernteten Gemüsesorten wie Rüben, Kohl, Kürbis und Fenchel. Viele dieser Gemüse können Sie sogar einige Wochen oder Monate lagern. Damit sind sie bis zum Ende des Winters verfügbar.

Gerade Wintergemüse hat oft nur einen kurzen Weg hinter sich, bevor es auf den Markt kommt. Hier finden Sie häufig heimische Ware. Ein Blick auf das Etikett lohnt sich. Das Ursprungsland muss darauf vermerkt sein, das ist gesetzlich vorgeschrieben. Gut, wenn das Gemüse aus Deutschland kommt – noch besser, wenn es aus der Region, also einem Umkreis von etwa 100 Kilometern, stammt. Um ganz sicher zu gehen, können Sie heimisches Gemüse frisch vom Feld direkt beim Erzeuger im Bauernladen oder Hofladen kaufen.

Wintergemüse stecken voller Vitalstoffe und Vitamine

Die Natur schenkt uns vitaminreiches Wintergemüse, mit dem wir gut gegen die kalte Jahreszeit gewappnet sind. Die darin enthaltenen Vitalstoffe, Vitamine, sekundären Pflanzenstoffe und Mineralstoffe unterstützen das Immunsystem im Winter. Denn saisonale (und damit im besten Falle heimische) Gemüse haben einen besonders hohen Nährstoffgehalt – da sie ganz ausreifen dürfen.

Kohl ist ein typisches Wintergemüse. Er steckt voller Nährstoffe und Vitalstoffe, ist aber gleichzeitig sehr kalorienarm. Der Grünkohl ist dabei besonders erwähnenswert. Er ist ein wertvolles Superfood mit Vitamin A, Vitamin C, Vitamin K, Folsäure, Calcium, Kalium, Magnesium, Eisen, Omega-3-Fettsäuren, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Das Wintergemüse Fenchel hat nur im Oktober und November Saison und ist reich an allen B-Vitaminen (außer B12), Vitamin C, Vitamin E, Kalium, Kalzium, Eisen und Beta-Carotin. Champignons können Sie den ganzen Winter über kaufen. Sie enthalten reichlich Mineralstoffe, Eiweiß, B-Vitamine und das im Winter so wichtige Sonnenvitamin D.

Wintergemüse sind schadstoffarm

Klar gibt es auch im Winter Salatgurken, Tomaten, Spargel und Zuckerschoten im Supermarkt zu kaufen. Doch eigentlich gedeihen diese Gemüse bei uns nur im Sommer, nicht im Winter. Darum werden sie aus anderen Ländern mit dem Schiff, dem Flugzeug oder dem Lkw über lange Transportwege zu uns befördert. Das schmeckt man leider auch: Viele Gemüse sind wässrig und wenig aromatisch. Zudem sind sie oft stark mit Schadstoffen, Pestiziden und Nitrat belastet.

Heimische Wintergemüse aus dem Freilandanbau enthalten meist wenig Pestizide. Entscheiden Sie sich wenn möglich für regionale, saisonale und biologisch angebaute Gemüse. Diese sind deutlich gesünder und von besserer Qualität als importiertes Sommergemüse im Winter.

Wintergemüse sind gut für die Umwelt

Regional angebautes Wintergemüse direkt vom Feld hat eine gute Ökobilanz. Denn esbraucht keine Anzucht unter Glas in beheizten Treibhäusern, keine Folientunnel und keine langen Transporte, die viel Energie in Form von CO2 benötigen.

Doch Wintergemüse ist nicht gleich Wintergemüse: Wie es angebaut wird, macht einen großen Unterschied. Ein Kilogramm auf dem Feld gezogener Kopfsalat verursacht 140 Gramm CO2. Ein unter Glas gezogener Kopfsalat dagegen satte 30 Mal so viel. Übrigens: Heimisches, saisonales Gemüse ist oft günstig – da die Transportkosten niedriger sind bzw. ganz entfallen.

Wintergemüse schmecken gut

Wintergemüse der Saison schmecken einfach besser. Dürfen Pastinake, Grünkohl und Co. unter freiem Himmel voll ausreifen, sind sie intensiv im Geschmack und können mehr Nährstoffe anreichern. Direkt nach der Ernte landen sie frisch und knackig auf dem Markt.

Ganz anders verhält es sich bei importierter Ware: Die Früchte sind noch unreif bei der Ernte, damit sie den langen Weg zu uns überstehen. Geschmack entsteht gar nicht erst. Und leider gehen auch viele Vitamine und Vitalstoffe beim Transport verloren.

Welche Wintergemüse gibt es?

Diese Wintergemüse-Sorten sind frisch bzw. gelagert aus heimischem Anbau erhältlich:

  • Butterrüben (auch Kohlrüben/Steckrüben genannt) – frisch und gelagert
  • Champignons – frisch
  • Fenchel – Oktober und November
  • Grünkohl – frisch
  • Kartoffeln – frisch und überwiegend gelagert
  • Kürbis – frisch und überwiegend gelagert
  • Lauch/Porree – frisch
  • Maronen – September bis Dezember
  • Möhren – frisch und überwiegend gelagert
  • Pastinaken – frisch
  • Petersilienwurzeln
  • Radicchio – Oktober
  • Rosenkohl – frisch
  • Rote Beete – frisch und teils gelagert
  • Rotkohl – frisch und teils gelagert
  • Schwarzwurzeln – frisch
  • Steckrüben – frisch und teils gelagert
  • Topinambur – frisch
  • Weißkohl – frisch und teils gelagert
  • Wirsingkohl – frisch
  • Zwiebeln – gelagert

 

 


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