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Saisonales Gemüse und Obst: 4 Gründe, mit der Jahreszeit zu essen

Üppig drapiert liegen Gemüse und Obst in jedem Supermarkt. Alles ist ganzjährig verfügbar: Erdbeeren, Kürbis, Johannisbeeren und Blaubeeren lassen wir uns schmecken, wenn wir Lust darauf haben. Das ist schön bequem und wir müssen auf nichts verzichten... Oder doch?

Eigentlich verzichten wir sogar auf sehr viel: Guten Geschmack, viele Vitamine, Spurenelemente und Mineralien. Und wenn das importierte Gemüse um die halbe Welt fliegt, ist das auch für die Ökobilanz katastrophal. Saisonales Obst und Gemüse ist darum stets die bessere Wahl.

1. Saisonales Gemüse schmeckt besser

Saisongemüse und -obst wächst bei uns in der Region. Es darf dann gedeihen, wenn Licht und Witterung ideal sind – also dann, wenn es „Saison hat“. Dadurch werden die Pflanzen kraftvoll und aromatisch. Sie dürfen reif werden und entwickeln ein vollmundiges Aroma und einen angenehmen Duft.

Importierte Ware dagegen wird bereits im grünen, unfertigen Zustand geerntet, begast und verpackt. Dann geht das Obst und Gemüse auf eine lange Reise. Hierbei reift es nach. Doch ein voller Geschmack entwickelt sich so nicht mehr. Oft sind diese Gemüse wässrig und fade – es schmeckt einfach nicht so gut.

2. Saisonales Gemüse ist gesünder

Frische Erdbeeren im Winter essen? Das wäre für unsere Eltern und Großeltern noch vor einigen Jahrzehnten unvorstellbar gewesen. Sie aßen das, was die Felder, Wiesen und Bäume zu den verschiedenen Jahreszeiten hergaben. Doch heutzutage haben wir uns vom Rhythmus der Natur weit entfernt. Das gilt es wieder zu ändern. Denn: Die saisonale Ernte ist gesünder und ein wertvoller Baustein gesunder Ernährung!

Lebensmittel, die außerhalb der Saison angebaut werden, wachsen oft unter großen Folientunneln oder im beheizten Treibhaus. Dort gibt es weniger Licht, die Pflanzen sind empfindlicher. Deshalb weisen diese Gemüse größere Rückstände an Pestiziden und Dünger auf.

Mit Bio-Obst und -Gemüse aus der Region gehen Sie auf Nummer sicher: Es braucht im besten Fall gar keine giftigen Pestizide und Dünger.

Außerdem dürfen saisonal angebaute Tomaten, Erdbeeren und Co. viel länger reifen. Dadurch werden sie nicht nur geschmackvoller, sondern entwickeln auch ihre volle Vitamin-Power. Zu früh geerntetes Gemüse, das dann nach Deutschland verschifft oder geflogen wird, baut nur einen Bruchteil seiner Vitamine, Spurenelemente und Mineralien auf.

Für eine gesunde Ernährung setzen Sie deshalb auf frische Vitaminlieferanten von regionalen Bio-Bauern – frei von Giften und schädlichen Rückständen. Denn hier können Sie sicher sein, dass die Qualität stimmt.

3. Saisonales Gemüse ist ökologischer

Haben Sie sich schon einmal überlegt, wie viele Kilometer Ihr Salat bereits zurückgelegt hat? Zusammengenommen haben Paprika, Kopfsalat und Tomaten bestimmt schon die halbe Welt umflogen. Die klimaschädlichen Emissionen dieser Importe sind enorm. Was sich auch wenige bewusst machen: Oft werden diese Gemüse in Regionen angebaut, die ohnehin schon wenig Wasser haben. Der Wassermangel wird so noch einmal verschärft.

Doch nicht nur der Genuss von Import-Gemüse ist bedenklich. Vermeintlich ökologische „heimische“ Lebensmittel sollten Sie ebenfalls immer kritisch hinterfragen. Auch deutsche Erzeuger bauen mitunter Gemüse in beheizten Treibhäusern und unter Folientunneln an, was dann als „deutscher Spargel“ oder „Aus der Region“ etc. etikettiert wird. Hier entfällt zwar der ungeheure Transportweg, doch ökologisch ist das noch lange nicht.

Wenn die Früchte außerhalb der Saison angebaut werden, ist dafür bis zu 30 Mal mehr Energie, Treibstoff und Wasser notwendig. Da dann kein Freilandanbau möglich ist, nutzen die Erzeuger teilweise beheizte Treibhäuser oder Folientunneln für den Anbau.

Die beste Wahl sind darum saisonale und regionale Lebensmittel in Bio-Qualität, die direkt vom Feld kommen. Viele Gemüse- und Obstsorten können auch über Monate gelagert werden und sind stets verzehrfertig.

4. Saisonales Gemüse ist günstiger

Wer saisonal einkauft, kauft zugleich auch immer regional ein. Denn saisonale Früchte wachsen bei Ihnen in Deutschland – und noch besser: bei Ihnen in der Region.

Auch viele Supermärkte bieten mittlerweile Produkte von regionalen Erzeugern an. Die Auswahl ist bislang aber noch recht klein. Sehr gutes saisonales und regionales Gemüse und Obst in Bio-Qualität finden Sie auf dem Wochenmarkt, in Bioläden und auf Hofläden direkt beim Bauern. Hier kommt die Ernte direkt vom Feld.

Saisonale Lebensmittel sind oft günstiger (kurze Wege, weniger Verpackung, weniger Vertriebsstationen) und Sie können aus dem hochwertigen Gemüse preiswerte und aromatische Gerichte herstellen. Außerdem unterstützen Sie mit dem regionalen Einkauf die Wirtschaft in Ihrer Region.

Unser Tipp: Der Saisonkalender von Utopia

Die Auswahl an regionalen Salaten, Kräutern, Gemüse- und Obst-Sorten ist zu jeder Jahreszeit vielseitig – das zeigt der Utopia Saisonkalender.


 

 

Bild: istockphoto | nortonrsx

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